Tokyo – Balsam für Leib und Seele!

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Haben Sie sich schon einmal gefragt, weshalb Japan das Land mit der höchsten Lebenserwartung ist, obwohl das Land für seine langen Arbeitszeiten und wenig Freizeit bekannt ist? Gewiss spielen gute und gesunde Ernährung – wie viel Fisch und Gemüse – sowie ein gesunder Lebensstil eine bedeutende Rolle. Japaner achten generell sehr stark auf ihre Gesundheit und Ernährung – vor allem die ältere Generation. So findet man in Supermärkten salzreduzierte Sojasoßen, da ja der Konsum von zu viel Natrium der Gesundheit schaden kann. Doch ungeachtet dessen, gibt es noch ein weiteres, bedeutendes Alltagsritual, das im japanischen „Gesundheits-System“ nicht wegzudenken ist. Nämlich das Baden.

Die japanische Inselkette weist durch ihre zahlreichen Vulkane eine Vielzahl an natürlich ausströmenden, heißen Quellen auf. Der Habitus, ein heißes Bad zu nehmen, etablierte sich bereits zu Zeiten der japanischen Antike und dauert bis heute an. Die Wirkung der heißen Quellen ist unumstritten.

Ab einer Austrittstemperatur von 25 Grad Celsius wird das natürlich hervorquellende Wasser als „Onsen­“ – warme Quelle – bezeichnet. Hat eine Quelle eine niedrigere Temperatur, aber enthält erforderliche Substanzen, wird sie dennoch als Onsen bezeichnet. Die meisten Badehäuser werben mit ihren unterschiedlichen Wasserbecken und den darin enthaltenen Variationen an Mineralien, die verschiedenartige therapeutische Wirkungen auf den Körper haben. So wird zum Beispiel Quellwasser, das reichhaltig an Kohlensäure ist, nachgesagt, dass es rehabilitierende Wirkungen bei Erschöpfung habe, das Hautbild verbessern und Gelenkschmerzen mildern könne. Weitere Heilwasser, wie beispielsweise Schwefelquellen oder Hydrogenkarbonat-Quellen, fördern den Heilungsprozess bei Neurodermatitis, Hexenschuss/Rückenschmerzen, Kälteempfindlichkeit, Rheuma und noch vielem mehr. Viele Badehäuser haben zudem noch Trocken- und Dampfsaunen und bieten verschiedene Massagen und Beauty/Body Care-Angebote an.

Auch die japanische Weltmetropole Tokyo bietet neben Shopping, Sightseeing und Kultur, Wellness und Entspannung durch ihre zahlreichen Quellen/Onsen, die den Alltagsstress vergessen lassen. Viele Badehäuser und Einrichtungen – von volkstümlich bis hin zu luxuriös – laden dabei zu den unterschiedlichsten Badeerlebnissen ein.

 

 

Hier einige unserer Onsen-Vorschläge:

Hoshinoya Tokyo Resorts – Ein Resort, eingerichtet im Stil eines traditionellen japanischen Hotels, dem sogenannten Ryokan. Es grenzt direkt an den Kaiserpalast an. Ryokan sind normalerweise in der Natur­ zu finden und eher seltener in der Großstadt. Hier erleben Sie das authentische Japan: Räume ausgestattet mit Tatami-Matten, exquisite regionale Küche und Erholung auf japanische Art im hoteleigenen Onsen und Spa.

Odaiba Tokyo Oedo Onsen Monogatari – das Disneyland unter den Thermen. In einem Yukata (Sommerkimono) bekleidet wird dem Besucher die Möglichkeit gegeben, in 13 verschiedenen Becken das Badeerlebnis zu genießen. Wer will, kann zudem durch die Geschäfte flanieren, Restaurants besuchen oder sich mit verschiedenen Fun-Aktivitäten vergnügen, die alle im Shitamachi-Stil erbaut wurden. Shitamachi-Stil bedeutet, dass die komplette Anlage ähnlich Tokyos Unterstadt, zur Edo-Zeit (1603-1868) eigerichtet ist.

Tsuru no yu im Stadtbezirk Edogawa (Kitakoiwa) – Ein sentō im heute nur noch vereinzelt existierenden Reto-Stil. Sentō sind öffentliche Badehäuser, die erbaut wurden, als es noch nicht üblich war, ein Bad im eigenen Haushalt zu haben. Sie sind in der Regel nicht groß, werden hauptsächlich von lokalen Bewohnern besucht und haben ein nostalgisches Flair. Das Bezahlen des Eintritts wird am traditionellen bandai getätigt, einem erhöhten Sitzplatz für den Kassierer/Aufseher. Die Wand der Bade­halle des Tsuru­ no yu ist mit einem imposanten Farbbild des Berges Fuji verziert.

Bitte beachten Sie auch, dass in den meisten Badehäusern und heißen Quellen Körpertätowierungen verpönt bzw. sogar verboten sind. Auch muss der Besucher sich der traditionellen japanischen Badeetikette unterwerfen und sich vorher abseifen und waschen. Danach steht dem entspannenden Badevergnügen nichts mehr im Wege.

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